Checkliste - Umzug

Behörden – besser zeitnah informieren

Neben der Ummeldung beim Einwohnermeldeamt gibt es noch einige weitere Institutionen und Behörden, denen die neue Adresse zeitnah mitgeteilt werden sollte:

Auto ummelden:
Wer ein Kraftfahrzeug besitzt, muss sich um die Ummeldung beziehungsweise die Aktualisierung von Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief kümmern. Bei einem Umzug innerhalb des Ortes reicht es, die Kfz-Haftpflichtversicherung über den Umzug zu informieren und bei der Kfz-Zulassungsstelle die neue Adresse in Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief eintragen zu lassen. Wer in eine andere Stadt zieht, benötigt für die Ummeldung des Fahrzeugs bei der Kfz-Zulassungsstelle zusätzlich eine Versicherungsbestätigungskarte von der Kfz-Haftpflichtversicherung.
Seit 1. Januar 2015 sparen sich Auto- und Motorradfahrer aber zumindest die Kosten für ein neues Nummernschild – seitdem ist  es nämlich bundesweit möglich, bei einem Umzug das bisherige Kennzeichen zu behalten.

Arbeitsamt, Familienkasse und Bafög-Amt:
Hier empfiehlt es sich, frühzeitig die neue Adresse mitzuteilen. Denn die Bearbeitung kann durchaus Zeit in Anspruch nehmen und die Auszahlung der Gelder sich dann verzögern.

Finanzamt:
Beim Finanzamt kommt es darauf an, ob nach dem Umzug das gleiche Finanzamt zuständig ist oder ein Wechsel erfolgt. Erfolgt kein Wechsel, kann bei der nächsten Steuererklärung die neue Adresse mitgeteilt werden. Wird ein neues Finanzamt zuständig, ist es ratsam dem neuen Finanzamt unter Nennung der Steuernummer die neue Anschrift mitzuteilen, um eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen den Finanzämtern zu ermöglichen.

Hundesteuer:
Hundebesitzer müssen ihren Hund ummelden und beachten, dass die Hundesteuer in unterschiedlichen Gemeinden unterschiedlich bemessen wird.

GEZ:
Die GEZ sollte in jedem Fall, also auch bei Zahlung per Lastschriftverfahren, informiert werden. Anmeldungen und Änderungen können bei der GEZ auch online vorgenommen werden.

Post:
Damit nach dem Umzug die Post im neuen Zuhause ankommt, ist die Einrichtung eines Nachsendeantrags sinnvoll. Dies ist über die Post mit einem Vorlauf von rund fünf Tagen problemlos möglich. Ein Nachsendeantrag kann in der Filiale aber auch im Internet beauftragt werden.

Telefon, Internet und Kabelanschluss:
Hier sollte vor dem Umzug abgeklärt werden, welche Anbieter bei dem Umzug mitgenommen werden sollen und wo ein Anbieterwechsel sinnvoll ist. Wichtig ist hier, die möglichen Kündigungsfristen oder Vorlaufzeiten der Anbieter zu beachten. Informationen gibt es bei den jeweiligen Servicestellen.

Strom, Gas und Wasser:
Nicht vergessen werden sollte, sich bei den Versorgungsanbietern umzumelden – sofern das nicht der Vermieter übernimmt. Für die Ummeldung beim Energieversorger muss zunächst der Anschluss abgemeldet und der aktuelle Zählerstand abgelesen werden.

Schulen und Kindergärten:
Wer Kinder hat, denen durch den Umzug ein Schul- oder Kindergartenwechsel bevorsteht, sollte vor dem Umzug mit dem Jugendamt, Schulamt oder sonstigem Träger der Einrichtung Kontakt aufnehmen. Wichtig zu beachten ist hier zudem, dass die Schulferien von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich liegen können.

@ Adressänderung – wer muss es wissen?
Auch diese Stellen sollten unbedingt über die neue Adresse informiert werden:
Versicherungen
Banken und Bausparkassen
Krankenkasse
Arbeitgeber
Bücherei
Abos
Vereine und Verbände, bei denen Mitgliedschaften bestehen
Unternehmen, bei denen Kredit- und Kundendaten gehalten werden
Online-Shops, bei denen ein Kundenkonto besteht
Freunde und Verwandte
Umzugswillige müssen an viele Fristen denken. Es lohnt sich daher, eine To-do-Liste anzufertigen, damit keine Behörde und kein Dienstleister vergessen wird.

Quelle: immowelt